{"id":1280,"date":"2014-05-12T13:34:44","date_gmt":"2014-05-12T11:34:44","guid":{"rendered":"http:\/\/atypisch.nl\/temp\/testsite\/?p=1280"},"modified":"2015-02-26T16:26:13","modified_gmt":"2015-02-26T16:26:13","slug":"guflux-blue-moon-ethereal-ambient-waveelektro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.guflux.nl\/en\/guflux-blue-moon-ethereal-ambient-waveelektro\/","title":{"rendered":"Guflux &#8211; Blue Moon (Ethereal Ambient Wave\/Elektro)"},"content":{"rendered":"<p><em>German review by Andreas from\u00a0<a title=\"To Amboss Mag\" href=\"http:\/\/magazin.amboss-mag.de\/guflux-blue-moon-etherial-ambient-wave-elektro\/\" target=\"_blank\">Amboss-Mag.de<\/a>, may 2014.<\/em><\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\">Zu einem guten Men\u00fc geh\u00f6rt ein Aperitif, und bevor wir unsere Sinnesfreuden der Akustik hingeben, er\u00f6ffnet uns das Werk des Niederl\u00e4nders <em>John van Loon<\/em>\u00a0einen haptischen und visuellen Genuss erster G\u00fcte. Eingebettet in einem 7\u2033 Klappcover (20x20cm) befindet sich ein gro\u00dfformatiges, sch\u00f6n gestaltetet Booklet und die beiden CDs, mal dunkel unsichtbar als <em><strong>New Moon<\/strong><\/em> und den angestrahlten Vollmond verdunkelnd als <em><strong>Dark Moon<\/strong><\/em>.<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-1417 size-medium\" src=\"http:\/\/www.guflux.nl\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/bm_setje_600-300x300.jpg\" alt=\"bm_setje_600\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.guflux.nl\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/bm_setje_600-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.guflux.nl\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/bm_setje_600-144x144.jpg 144w, http:\/\/www.guflux.nl\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/bm_setje_600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Nach Jahren der Abwesenheit meldet sich John mit einem epochalem Werk zur\u00fcck. 2005 erschien sein Deb\u00fct, noch unter dem Bandnamen <em>Dark Territory<\/em> (<a style=\"color: #9c9995;\" title=\"Libera Me Review\" href=\"http:\/\/www.amboss-mag.de\/reviews\/Archiv2\/05\/r05-05\/dark-territory.html\" target=\"_blank\">Review\u00a0<\/a>), 2008 gab es dann ein Mix Album mit verschiedenen internationalen K\u00fcnstler, bevor ihn ein Tinnitus nicht nur an der weiteren Arbeit hinderte, sondern auch seine Lebensqualit\u00e4t enorm einschr\u00e4nkte, nach zweieinhalb Jahren intensiver Behandlung in Belgien ist John geheilt, veranstaltete im M\u00e4rz ein Tinnitus Symposium in Amsterdam und nun ist er auch wieder musikalisch aktiv.<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\"><em><strong>Blue Moon<\/strong><\/em> gl\u00e4nzt mit einer ausstrahlenden Ruhe und seinen Ambient-artigen Soundtrack Facetten, dessen entfaltende Stimmungswelten an fr\u00fche <em>Dead can Dance<\/em> erinnern. Der Opener <em><strong>Schmerztanz<\/strong><\/em> besitzt zudem ein paar Industrial Elemente, die sich im Chorus einer fast beschw\u00f6renden Stimmakrobatik hingeben. Eine fein eingewobene Sph\u00e4rik sorgt f\u00fcr eine gelungene Einleitung. <em><strong>Sorrow<\/strong><\/em> besitzt dann diese sakrale Eleganz, die sich wie ein Requiem in verworren bis klaren Soundstrukturen offenbaren. Eine bet\u00f6rende Stimme verleiht dem Song eine elegische Hingabe. Die \u201cWorld Music Ges\u00e4nge\u201d sind zartweich, teilweise zerbrechlich, doch immer mit einer gewissen Dynamik versehen. <em><strong>Laika<\/strong><\/em> ist etwas d\u00fcsterer und mit einer gewissen Dramatik versehen. In dem St\u00fcck werden verschiedene Astro- bzw. Kosmonauten aufgez\u00e4hlt, die sich kurze oder l\u00e4ngere Zeit im Weltall aufhielten oder den Mond betraten. Ausgehend vom ersten Lebewesen (dem Hund <em>Laika<\/em>) \u00fcber <em>Yuri Gagarin<\/em> (erster Mensch im All) und <em>Armstrong<\/em> (erster Mensch, der die Mondoberfl\u00e4che betrat) bis hin zu <em>Eileen Collins<\/em> (erste Frau auf dem Pilotensitz eines Space Shuttle). Hinzu kommen dem Mond betreffende astronomische Bezeichnungen (Timocharis; Sung-Mei).<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\">Umh\u00fcllt von wundersch\u00f6nen Klangimpressionen erklingt das bet\u00f6rende <em><strong>Dedicator<\/strong><\/em>. Eingebettet in wohliger Entspannung kommt der warme Gesang von <em>John<\/em> bestens zur Geltung. Verschw\u00f6rerische Percussions sorgen f\u00fcr einen galanten Songaufbau und ergeben sich in einer quantitativen Temposteigerung, die sich einem dezenten Bombast auferlegt. Dazu kommt eine Prise Ethno-Pop, welche dem St\u00fcck eine galante Eing\u00e4ngigkeit schenkt. In der melancholischen Ausrichtung der musikalischen Untermalung laufen auch Vergleiche mit<em> Clan of Xymox<\/em> nicht fehl.<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\"><em><strong>Tears<\/strong><\/em>\u00a0ist dagegen wieder minimalistischer ausgerichtet, w\u00e4hrend ein Cello f\u00fcr zus\u00e4tzliche Dramatik sorgt. Versch\u00f6nert mit Violine und mit Sprachsamples der NASA versehen kommt das orientalisch angehauchte <em><strong>Eagle<\/strong><\/em>\u00a0daher. Die Elektronik dissoniert zun\u00e4chst die Kl\u00e4nge, bevor der Funkverkehr der ersten Mondlandung (remember \u201cthe Eagle is landed\u201d?) dem Song einem effektvollen Impressionsrahmen verleiht. Ein von Dramatik und dunkler Finessen besetztes Kleinod \u00f6ffnet sich mit <em><strong>Ararat<\/strong><\/em>\u00a0(t\u00fcrkischer Berg, an dem die Arche <em>Noah<\/em> gestrandet sein soll, bevor <em><strong>Dawn of Deliverence<\/strong><\/em> mit der wundervollen Stimme von <em>Sepideh Vahidi<\/em> (<a style=\"color: #9c9995;\" title=\"Sepideh Vahidi website\" href=\"http:\/\/www.sepidehvahidi.com\/\" target=\"_blank\">Homepage<\/a>) verfeinert, dem Klangkosmos ein zus\u00e4tzliches Schmankerl verleiht.<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\"><em><strong>Pariahs from the Sun<\/strong><\/em> vermengt <em>Pink Floyd<\/em>\u2019sche Klangspektren mit einer bitters\u00fc\u00dfen Melodielinie, die sich einer getragenen Atmosph\u00e4re hingibt. <em><strong>The Fields<\/strong><\/em> arbeitet hingegen wieder mit Dark Electro Einfl\u00fcssen, welche dem sph\u00e4rischen Grundger\u00fcst einen dunkel-treibenden \u00dcberbau bescheren. Versunken in romantische Fl\u00e4chen und mit beseelter Schwermut inszeniert liefert <em><strong>Nocturne<\/strong><\/em>\u00a0den perfekten Einstieg in das d\u00fcstere Schlussst\u00fcck <em><strong>Static 69<\/strong><\/em>, welches erneut mit Sprachsamples der NASA vertont wurde.<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\">Nach dieser Sinnesreise in die wundersch\u00f6nen Klangwelten von <em>GUFLUX<\/em> muss man erstmal durchatmen, bevor man sich dann der zweiten CD widmen kann. Denn auf <em><strong>Dark Moon<\/strong><\/em>\u00a0ist die entspannende Wirkung von <em>GUFLUX<\/em>\u00a0nur noch marginal vorhanden, hier handelt es sich n\u00e4mlich um Mixe von unterschiedlichen K\u00fcnstlern und gleich das schwei\u00dftreibende <em><strong>Schmerztanz<\/strong><\/em>\u00a0<em>(Mix von Nik von Einselen)<\/em> kommt mit energetischer, elektronischer Kraft daher und besitzt ein hohes Ma\u00df an Clubtauglichkeit. <em><strong>Ptolomea<\/strong><\/em>\u00a0<em>(Mix von Ah Cama-Sotz)<\/em> erklingt spacig und l\u00e4sst sich von krachigen Strukturen leiten, die einer k\u00fchlen \u00c4sthetik gleichen. Die Mixe sind allesamt sehr unterschiedlich gestaltet, da ist f\u00fcr jeden was dabei, sei es PsychedelicTrance, Industrial, Ambient, EBM, Eurobeat usw. Besonders deutlich werden diese Verschiedenheiten in den unterschiedlichen Mixen von <em><strong>Vrijdag<\/strong><\/em>, welches von\u00a0<em>God\u2019s Bow<\/em> eher romantisch sph\u00e4risch arrangiert wird, w\u00e4hrend <em>Tonikom<\/em> dem Song eher spacig und dunkel stampfend begegnet (zudem scheint eine fr\u00fche Melodielinie integriert zu sein).<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\">Herauszuheben ist noch <em><strong>Die Geschichte einer Blume<\/strong><\/em>\u00a0<em>(featuring Sara Noxx)<\/em>, eine kurze, dezent untermalte Erz\u00e4hlung, welche dann perfekt \u00fcbergeht in das clubtaugliche <em><strong>DarkFlower<\/strong><\/em>, ebenfalls mit <em>Sara Noxx<\/em>. Krachige Percussion treffen auf treibende Beats und f\u00fchren den H\u00f6rer erneut in die Geschichte einer Blume.<\/p>\n<p style=\"color: #3a3a3a;\">Fazit: <em>GUFLUX<\/em>\u00a0erschafft Klangkosmen, deren man sich kaum entziehen kann. Besonders, wenn es einem gelingt, tief einzutauchen und \u00fcber Kopfh\u00f6rer die unterschiedlichsten Facetten, Melodien, Ger\u00e4usche, Ges\u00e4nge aufzunehmen und im Innern wirken zu lassen. Wenn man Vergleiche mit der Klassik ziehen w\u00fcrde, k\u00e4men Komponisten wie <em>Brahms<\/em> oder <em>Mahler<\/em> in Betracht, wobei nicht unbedingt die Vertonungen gemeint sind, sondern die transportierten Stimmungen. Ihr solltet euch auf jedem Fall die limitierte Deluxe Box zulegen, die Sch\u00f6nheit dieser Ver\u00f6ffentlichung w\u00fcrde durch Nur-download um die Haptik und visuelle Eleganz beschnitten.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>German review by Andreas from\u00a0Amboss-Mag.de, may 2014. Zu einem guten Men\u00fc geh\u00f6rt ein Aperitif, und bevor wir unsere Sinnesfreuden der Akustik hingeben, er\u00f6ffnet uns das Werk des Niederl\u00e4nders John van Loon\u00a0einen haptischen und visuellen Genuss erster G\u00fcte. 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